Klettern.
Trad · Mobile Sicherung

Nuts, Hexes, Cams & Co.

Was du am Gurt hast, entscheidet mit, wie gut eine Linie abzusichern ist — und warum manche Routen R oder X bekommen.

Kurz voraus

  • Beim Trad setzt du die Sicherung selbst — kein (oder kaum) Bohrhaken. Was du legst, entscheidet mit über G bis X.
  • Faustregel: Cams eher in parallele Risse, Nuts (Klemmkeile) in V-förmige / sich verengende Risse. Hexes dazwischen und für größere, unregelmäßige Stellen.
  • Grob: passiv = Keil klemmt durch Form (Nuts, Hexes). Aktiv = Federn/Nocken halten den Zug (Cams). Schlingen nutzen die Natur.
Ausrüstung

Einstiegsmaterial

Erst ein kompakter Satz, dann nach unten und oben erweitern. Friends nicht gebraucht kaufen.

Erster Friends-Satz

Black Diamond oder Wild Country, Größen 0.5–2 — vier Stück, doppelachsig. DMM geht auch. Danach zwei Größen nach unten und zwei nach oben dazukaufen.

Totem als Zweitsatz

Eher die kleinen Größen — sitzen oft dort, wo normale Cams schon knifflig werden. Kommt on top, nicht statt des ersten Satzes.

Nuts / Stoppers

Ca. 7–10 Stück, klein bis groß — für V-förmige Verengungen, wo Cams nichts klemmen. Im Kalk oft wichtiger als der zweite Cam-Satz.

Alpin-Exen

Mindestens 4–6: 60-cm-Schlinge + 2 Karabiner, zusammengefaltet. Zum Verlängern und für Nuts (weniger Seilbewegung am Keil).

Geräte

Was liegt am Gurt?

Nuts / Klemmkeile

Stopper, Wires, Rocks

passiv

Metallkeil an Draht: in eine V-förmige, nach unten verengende Stelle setzen, leicht setzen, Zug nach unten hält ihn.

Am besten für
V-förmige / sich verengende Risse, schmale Schlitze — nicht parallel
Stärke
Leicht, günstig, schnell, sehr zuverlässig in gutem Verengung
Aufpassen
Braucht die richtige Form — in parallelen Rissen hält er oft schlecht oder gar nicht (dafür Cams)

Hexes

Hexentric, Sechskantkeil, Torque Nut

passiv

Sechskant-Block (Draht oder Schlinge): mehrere Orientierungen — klemmt passiv in Verengungen, manchmal mit leichtem Drehmoment.

Am besten für
Mittlere bis große Risse, oft wo Cams teuer/schwer wären oder parallel schwierig
Stärke
Robust, vielseitig, gut in unregelmäßigen Rissen, relativ günstig
Aufpassen
Schwerer/größer am Gurt; das Legen will gelernt sein — falsch rum = wackelig

Cams

Friends, Camalots, Klemmgerät

aktiv

Federnde Nocken: je mehr Zug, desto stärker spreizen sie sich in den parallelen Riss. Trigger zum Einsetzen/Rausnehmen.

Am besten für
Parallele Risse (Arbeitsgebiet der Cams) — wo Nuts nichts klemmen
Stärke
Sehr flexibel bei Rissbreite, schnell gelegt, das Arbeitstier beim modernen Trad
Aufpassen
Wandern im Riss, zu weit offen/zu kompakt = unsicher; in V-förmigen Verengungen oft lieber einen Nut

Tricams

Tri-Cam

hybrid

Kann aktiv (wie ein Cam) oder passiv (wie ein Keil) gesetzt werden — besonders nützlich in Kalk und Löchern.

Am besten für
Taschen, horizontale Risse, Stellen wo Cams/Nuts nicht passen
Stärke
Retter an schwierigen Stellen, relativ leicht
Aufpassen
Will Übung; falsch gesetzt hält er oft schlechter als ein guter Nut oder Cam

Schlingen

Sling, Bandschlinge, Cord

natur

Um einen soliden Block, Kopf oder eine Sanduhr legen oder durchfädeln, mit Karabiner ans Seil. Bandschlinge oder Reepschnur — Sanduhren und Köpfe oft die beste natürliche Sicherung.

Am besten für
Köpfe, Sanduhren, Bäume, Blöcke, Fäden — natürliche Sicherungen
Stärke
Leicht, vielseitig, oft die beste Lösung wo Metall nichts findet
Aufpassen
Der Felsvorsprung muss wirklich halten (locker? scharfkantig?); Dyneema ohne Knoten/Reibung beachten

Offset & Spezial

Offset Stopper, Offset Cam, Micro, Alien

passiv

Ungleiche Keilseiten (Offset Nuts) oder Spezial-Cams (Offset/Micro) — genau dort, wo normales Material nichts mehr findet.

Am besten für
Flare-Risse, ungleichmäßige Schlitze, sehr kleine Stellen
Stärke
Erweitert den Materialsatz für knifflige Rissformen
Aufpassen
Teuer und leicht zu überoptimieren — Basics (Nuts + normale Cams) zuerst lernen
Cams legen

Tipps zum Legen

Cams halten über Reibung der Nocken im Riss. Am besten im mittleren Arbeitsbereich — weder zu offen noch zugequetscht. Hersteller (z. B. Black Diamond) nennen oft ca. 50–90 % Einfederung als idealen Arbeitsbereich.

Lila Cam im Riss; Pfeil markiert den Winkel zwischen den Nocken-Unterkanten
Winkel klar über ca. 90° → Cam wahrscheinlich zu klein. Nächste Größe größer nehmen.
Vergleich: leicht zu kleiner Cam mit rotem X, leicht zu großer Cam mit grünem Haken
Im Zweifel lieber leicht zu groß (rechts) als zu klein (links) — zu klein ist der gefährlichere Fehler.

Winkel der Nocken-Unterkanten

Schau auf den Winkel zwischen den geraden Unterkanten der gegenüberliegenden Nocken (siehe Foto). Liegt er klar über ca. 90°, ist der Cam meist zu klein (zu weit geöffnet) — nächste Größe größer nehmen. Gut ist eher flacher, grob Richtung ~60° oder darunter.

Lieber leicht zu groß als zu klein

Zwischen etwas zu offen und etwas zu weit eingefedert lieber die etwas größere Größe wählen. Zu klein kann bei Sturz wegrutschen — zu groß hält oft noch, ist höchstens schwerer rauszuholen. Extrem zugequetscht trotzdem vermeiden.

Mittlerer Arbeitsbereich

Ideal: ca. 50–90 % eingefedert. Perfekt mittig ist schön — im Zweifel eher etwas mehr eingefedert als zu offen.

Zugrichtung

Cam-Stiel in die erwartete Sturzrichtung ausrichten. Schräger Zug kann den Cam verdrehen oder aushebeln — besonders in horizontalen Rissen.

Alle Nocken am Fels

Alle drei/vier Nocken sollen gleichmäßig am festen Fels anliegen — nicht auf brüchigen Kristallen, Kanten oder in Löchern, die nur zwei Nocken treffen.

Kein sich nach unten oder hinten öffnender Riss

Risse, die nach oben oder hinter dem Cam weiter werden, laden zum Wandern ein. Leicht verengende oder parallele Stellen sind besser. Bei Bedarf mit Express/Schlinge verlängern, damit das Seil weniger am Cam-Stiel zerrt.

Felsqualität

Cams pressen nach außen — brüchiger, nasser oder bemooster Fels hält schlechter. Klopfen, anschauen, nur in solidem Gestein legen.

Größe mit der Hand schätzen

Gute Übung am Boden oder in der Halle: Hand in den Riss/Schlitz stecken und die Cam-Größe raten, bevor du greifst. Wechseln und Austauschen kostet Zeit und Kraft — wer die Größe vorher trifft, legt schneller und ruhiger.

Friends wandern

Seitliches Wackeln (Seilzug, Klettern drüber) zieht Cams tiefer in den Riss — danach kriegst du sie fast nicht mehr raus. Mit Express/Alpin-Exe verlängern, damit das Seil weniger am Stiel zerrt.

Leicht ungleich spreizen ist okay

Die Nocken müssen nicht millimetergenau gleich weit offen sein. Leicht unterschiedliche Spreizung ist in Ordnung — solange alle am festen Fels anliegen und nichts auf einer Kante tanzt.

Manchmal 180° drehen

Friends einmal um die Längsachse drehen — oft liegen sie dann besser, vor allem in unregelmäßigen Rissen.

Zwei Achsen statt einer

Zwei-Achs-Friends (Camalot & Co.) sitzen stabiler — ähnlich einem Hohlwanddübel, der sich aufspreizt. Ein-Achs-Friends können sich überdrehen. Kaufen: doppelachsig, bis auf die allerkleinsten (da ggf. einachsig).

Gestein: Granit vs. Kalk

Im Granit (und anderem Urgestein) eher Friends. Im Kalk mehr Klemmblöcke — V-Stellen und Taschen sind dort häufiger als saubere parallele Risse.

Nuts legen

So legst du Nuts

Nuts (Stopper) sind passive Keile: Sie halten, weil die Form in eine V-förmige Verengung klemmt — nicht weil Federn spreizen. Größe, Kontaktfläche und immer eine Express oder Alpin-Exe entscheiden mit.

Nut im Riss mit wenig Kontakt auf einer Seite und rotem X
Schlecht: wenig Kontakt auf einer Seite — Nut zu groß oder nicht in der Verengung. Andere Größe wählen.
Nut nur mit Karabiner eingehängt; Pfeil zeigt Seilbewegung am Keil, rotes X
Schlecht: nur Karabiner — Seilbewegung kann den Nut wieder lösen.
Nut mit Alpin-Exe eingehängt und grünem Haken
Gut: Alpin-Exe statt nur Karabiner — Schlinge dämpft Bewegung, Nut bleibt sitzen.

V-förmige Verengung

Die Stelle muss sich in Zugrichtung verengen und zur Keilform passen. Parallele Risse → eher Cam. Falsche Form = Nut rutscht oder hält nur auf einer Kante.

Viel Kontakt auf beiden Seiten

Möglichst große Fläche am Fels links und rechts. Nur Unterkante / eine Seite Kontakt (siehe Foto) → zu groß oder schlecht gewählt, kann rausdrehen und springen.

Größe wechseln, bis es sitzt

Deshalb nimmst du einen ganzen Satz mit: zu groß wackelt, zu klein rutscht durch. Passende Größe fühlt sich „sitzend“ an, bevor du setzt.

Fest setzen

Nach dem Platzieren kräftig in Zugrichtung ziehen, damit der Keil sich verkeilt. Ohne Setzen wandert er leicht, sobald du drüber steigst.

Immer mit Express oder Alpin-Exe

Nur Karabiner am Nut reicht nicht: Beim Weiterklettern überträgt das Seil viel Bewegung und Kraft auf den Keil — der kann sich lösen. Immer verlängern (Alpin-Exe oder Express) — die weiche Schlinge dämpft die Bewegung.

Zugrichtung beachten

Der Keil muss gegen die erwartete Last klemmen. Schräger Zug oder „falsch rum“ im Schlitz — Platzierung prüfen, bevor du weitergehst.

Lieber im unteren Teil klemmen

Keile eher im unteren Teil der Verengung setzen als oben am Rand. Oben sitzen sie oft nur auf einer Lippe und springen leichter.

Ist der Stein fest?

Eine Hand auf den Block, mit der anderen klopfen. Spürst du Vibrationen, ist er nicht fest — weder Schlinge noch Cam daran.

Verlängern

Alpin-Exen

Weicht die Seillinie vom Senkrechten ab (Zickzack durch Zwischensicherungen, Ecken, überstehende Kanten), verlängere mit Alpin-Exen. Sonst frisst die Seilreibung dich auf — und Nuts können durch Seilbewegung wandern.

Starkes Seil-Zickzack mit viel Seilreibung und rotem X
Schlecht: Seil zieht hart um Ecken und durch kurze Exen — massive Seilreibung. Hier Alpin-Exen verlängern, damit die Linie glatter läuft.
Glatte Seillinie mit Alpin-Exen und grünem Häkchen
Gut: Alpin-Exen verlängern die Zwischensicherungen — Seil läuft freier, weniger Seilreibung, entspannteres Weiterklettern.

Alpin-Exen gegen Seilreibung

Kurze Sport-Exen ziehen das Seil hart in jeden Zwischensicherungspunkt. Alpin-Exen (Schlinge + 2 Karabiner) lassen die Linie glatter laufen — weniger Reibung, leichteres Einhängen weiter oben.

Selbst bauen

60-cm-Schlinge + 2 Karabiner: einen durch den anderen fädeln und zurückhängen. An einem der drei Stränge ziehen — die Exe verlängert sich.

Unterer Karabiner fixieren

Wie bei Sport-Exen: Karabiner am Seilende mit Tape oder einem Clip festhalten, damit er nicht umklappt, wenn du unter Pump einhängst.

Vorsteigen

Routen, Lernen & Strategie

Gute Einsteiger-Routen

Als Anfänger nur gut abgesicherte Linien (G / ohne R/X). Lieber ein 5.9-Handriss mit vielen Sicherungen als eine „leichte“ 5.6-Platte mit Runouts — alte Grade sind oft unterbewertet.

Nähe Boden: dicht legen

In den ersten Metern nicht sparen. Lieber eng legen — Bodensturz vermeiden, auch wenn das letzte Stück ausreißen sollte.

Vor heiklen Stellen 2–3 Stücke

Vor einer schweren oder riskanten Passage (Schlüsselstelle, Runout, brüchig) 2–3 Sicherungen dicht beieinander legen. Wenn eine ausreißt, halten die anderen den Sturz noch hoch genug.

Stück nehmen, von dem du zwei hast

Wenn möglich eine Größe legen, von der noch ein zweites Stück am Gurt hängt. Die „letzte“ Größe für die Stelle aufheben, wo wirklich nur die passt.

Nicht zu wenig, nicht zu viel

Sicher bleiben, aber nicht so viel legen, dass am Stand nichts mehr für den Anker übrig ist. Strategie: wo riskant dichter, wo entspannt sparsamer.

Erst Toprope, dann Vorstieg

Bevor du vorsteigst: Route am Toprope klettern und dabei Trad-Sicherungen legen üben (Größe wählen, setzen, einhängen). Bewegung und Platzierungen kennen — dann fühlt sich der Vorstieg deutlich ruhiger an.

Mit Erfahreneren gehen

Nachsteigen, Platzierungen anschauen: warum Nut statt Cam, warum diese Größe, warum dieser Riss. Beste Lernmethode — neben Üben am Boden.

Üben im Urgestein

Friends-Feeling eher in Gneis, Granit, Porphyr lernen als im glatten Kalk. Nah: Battert (leichte Grade), Murgtal / Ergenfelsen bei Gernsbach (zwei Risse), Brettfels (Pumprisse).

Fußschlingen in Friends

Zum Cheaten / Ausruhen: Bandschlinge im Friend abknoten und als Tritt nutzen. Nur wo erlaubt bzw. als p.a. vorgesehen — und den Friend danach prüfen, er wandert unter Trittbelastung.

Fußarbeit

Bein nicht hinters Seil

Über der letzten Zwischensicherung muss das Seil auf der Schnürsenkel-Seite des Fußes laufen — nicht hinter dem Bein. Sonst kann ein Sturz dich kopfüber drehen.

Kletterer mit Bein hinter dem Seil und rotem X
Schlecht: Bein hinter dem Seil — Sturzrisiko kopfüber.
Nach dem Aufstehen liegt das Bein hinter dem Seil, rotes X
Schlecht: nach dem Aufstehen oft noch schlimmer — Seil hinter dem Bein. Sofort auf die Schnürsenkel-Seite bringen.
Seil auf der Schnürsenkel-Seite des Fußes mit grünem Häkchen
Gut: Seil auf der Schnürsenkel-Seite — vor dem Fuß, nicht hinter dem Bein. So bleibst du beim Sturz aufrecht.
Stehend korrekt: Seil auf der Schnürsenkel-Seite mit grünem Häkchen
Gut: auch stehend — Seil bleibt vorne an den Schnürsenkeln. Genau das Ziel nach dem Aufstehen.

Seil auf der Schnürsenkel-Seite

Fuß im Riss: Seil vorne an den Schnürsenkeln, nicht hinter der Wade. Sieht manchmal überkreuzt aus — hält dich aber aufrecht beim Sturz.

Beim Aufstehen wird’s kritisch

Unten kann es noch in Ordnung wirken — sobald du aufstehst, liegt das Bein oft plötzlich hinter dem Seil (siehe Fotos). Vor dem nächsten Zug kurz prüfen und korrigieren.

Standplatz

Trad-Stand mit Cams

An soliden Bohrhaken: Reihenschaltung nach DAV (siehe Standplatzbau). Im Riss ohne Bombenhaken: oft drei gute Cams oder Nuts ausgleichen — eine lange Bandschlinge führt die Last auf alle Punkte.

Trad-Stand: drei Cams im Riss, 240-cm-Schlinge ausgeglichen, Sackstich mit Karabiner als Zentralpunkt
Drei Cams, lange Bandschlinge ausgeglichen, Sackstich als Zentralpunkt — Karabiner steckt im Knoten, damit er sich später leichter lösen lässt.

Drei gute Fixpunkte

Klassiker: drei solide Cams/Nuts in erwarteter Lastrichtung. Jedes Stück einzeln testen — ein „fast guter“ Punkt zählt nicht.

240-cm-Bandschlinge ausgleichen

Schlinge in alle drei Karabiner einhängen, die Zwischenstränge zusammennehmen und in Lastrichtung ausgleichen. Mit Sackstich den Zentralpunkt knüpfen — so tragen alle drei Punkte mit.

Karabiner in den Sackstich

Bevor du den Sackstich festziehst: einen Karabiner durch den Knoten stecken. Später lässt sich der Knoten so viel leichter öffnen — sonst sitzt er nach Belastung oft bombenfest.

Notlösung mit Seil

Keine lange Schlinge? Mit Kletterseil: Mastwurf außen, Zentralpunkt-Knoten, Mastwurf andere Seite — ausgeglichen, plus Selbstsicherung am Seil.

Baum nur wenn solide

Lebend, dick, gesund. Schlinge um den Stamm, Knoten so, dass Redundanz entsteht (eine Seite reißt → andere hält noch).

Mehr zum Stand an Bohrhaken unter Standplatzbau →

Sicherheit & Ethik

Sichern, Abseilen, Mindset

Sichern: weich vs. hart

Meist weicher Fang wie beim Sport. Bei Runout mit Boden- oder Absatzgefahr lieber hart fangen und Schlappseil rausholen — besser harter Fang als Bodensturz.

Knoten in die Seilenden

Beim Abseilen immer Knoten in die Enden. Praktisch: ein Überhandknoten durch beide Enden zusammen (viel Rest) — bleibt zusammen beim Werfen, weniger „ein Ende steckt oben fest“.

Angst und Lust ehrlich prüfen

Angst ist normal. Fühlt sich die Angst an wie Feuer und du kommst nicht runter, bist du vielleicht noch nicht bereit — lieber abbrechen, als dich reinreden zu lassen.

Keine Selbstzufriedenheit

Mit Erfahrung kommt Sicherheit — und die Gefahr, nachlässig zu werden (weniger legen, Bein hinters Seil, schlampig sichern). Sorgfältig und bescheiden bleiben.

Sauber klettern & Natur

Nach Regen im Sandstein oft 48–72 h warten. Cams nicht festfahren. Saubere Schuhe gegen Politur. Kryptoböden nicht betreten. Kot im Beutel mitnehmen, nicht vergraben.

Feiner Schutt auf den Blöcken

Kleine, feine Steine auf den Blöcken am Wandfuß sind ein Indiz für Steinschlag. Helm an, Stand nicht unnötig unter losem Gelände.

Video

10 Beginner Trad Climbing Mistakes to Avoid

Die Tipps auf dieser Seite fassen die wichtigsten Punkte aus dem Video zusammen — kein Ersatz für erfahrene Begleitung und Üben vor Ort.

Video © Noah Kane auf YouTube ansehen ↗. Kein Ersatz für Ausbildung und erfahrene Begleitung.

Praxis

Kurz merken

  • Cams → parallele Risse. Nuts → V-förmige / verengende Risse. Das ist die wichtigste Grundregel beim Legen.
  • Granit eher Friends, Kalk eher Klemmblöcke — die Rissform folgt oft dem Gestein.
  • Passiv (Nut/Hex) bevorzugen, wenn die Rissform es hergibt — oft bombensicher und sparsam mit Cams.
  • Beides am Gurt mitnehmen: parallele und V-Stellen wechseln sich oft ab.
  • Jedes Stück einzeln testen (kurzer Ruck in Zugrichtung). Eine „fast gute“ Platzierung zählt nicht.
  • Mehrere gute Sicherungen schlagen eine einzige „perfekte“ — Redundanz, besonders am Stand.
  • Friends nicht gebraucht kaufen — Achsen und Nocken sind verschleißkritisch.

Dazu die Absicherungs- und Gefährlichkeitsskalen → und die Ausrüstungs-Empfehlungen → · warum Granit anders klemmt als Kalk: Gesteine → · Übungsfelsen unter Tourenplanung →

Produktfotos als Beispiel — keine Kaufempfehlung und keine Affiliate-Links. Platzierung üben unter Anleitung, bevor ihr euch darauf verlasst.